18.2.14

Mentoring für persönlichen Austausch zwischen Tierärzten und Studierenden

Mentee Anna Lena, Gießen
Im Rahmen des 7. Leipziger Tierärztekongresses stellten Dr. Marion Tischer, Initiatorin der Initiative Rin.da! und Lisa Leiner, Geschäftsführerin der Karriereplattform VetStage eine starke Allianz vor: Gemeinsam wird im Sommer 2014 im Rahmen der Initiative Rin.da! ein Mentorenprogramm gestartet, das die nachhaltige Etablierung von zahlreichen Mentoring-Beziehungen zwischen erfahrenen Tierärzten und Studierenden zum Ziel hat.
Mentorin Dr. M. Tischer
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18.1.14

Gegen Laktoseintoleranz

Der BDM protestiert gegen Laktoseintoleranz

Ältere aber gelungene Satire des Postillon



Viel Spass beim Lesen !

13.1.14

Stelle außerhalb der Praxis !?


Schweizer Besamungsorganisation sucht
Tierarzt/Tierärztin mit Laborerfahrung zur Leitung des Samenlabors (Teamleitung Samenfertigung)

Weitere Infos zur Stellenausschreibung findet Ihr hier

8.1.14

Sono-Grundkurs für Tiermediziner



Buchrezension

Sono-Grundkurs für Tiermediziner;
Ultraschalldiagnostik bei Hund und Katze – verstehen, erkennen, interpretieren; 1. Auflage 2013; Stuttgart; Schattauer GmbH; ISBN 978-3-7945-2798-4; Preis: EURO (D) 59,99

Herausgeberin Wencke M. du Plessis hat zusammen mit einem internationalen Autorenteam aus Experten der bildgebenden Diagnostik ein praxisnahes, übersichtlich gegliedertes Arbeitsbuch geschaffen. Das erste Kapitel ist den Physikalischen Grundlagen und der Erklärung der verschiedenen Artefakte gewidmet. Ein wichtiges Thema, auf dessen Verständnis und Anwendung die Herausgeberin immer wieder Wert legt.

Insgesamt 261 Abbildungen mit gelungenen erläuternden Zeichnungen und ein einem Ultraschallkurs nachempfundener Praxisteil geben auf 168 Seiten einen Überblick über die wichtigsten Organsysteme im Abdomen (Bauchhöhle, Milz, Harnapparat, Leber und Magen-Darm-Trakt). Kapitelweise führen die Experten analog dem sonographischen Untersuchungsgang durch die physiologischen Bilder der Organe und die Beschreibung wichtiger Pathologien. Ein Quiz zur Selbstkontrolle sowie die Angaben zur weiterführenden Literatur runden jedes Kapitel ab.

Das Arbeitsbuch ist konzipiert zum Arbeiten: Ob man dabei Kapitel für Kapitel einen bereits besuchten Ultraschallkurs rekapituliert oder sich Seite für Seite am geduldigen Patienten eigene Fertigkeiten aneignet, einem breiten Spektrum von Anfängern und Fortgeschrittenen kann dieses Buch helfen, Sicherheit bei der eigenen Diagnostik zu erlangen. Die unbarmherzigen Fragen der Selbsttests zeigen selbst dem erfahrenen Schaller die Grenze zwischen „Routine“ und wirklichem „Wissen“ auf.

Der Sono-Grundkurs ist ein Buch dem die Begeisterung fürs Schallen und die Freude am Vermitteln dieser diagnostischen Fähigkeit gleichermaßen anzumerken ist. Wer diese Begeisterung teilt, wird an diesem Arbeitsbuch mit seinem wahren Wissensschatz viele arbeitsreiche Wochen und Monate Freude haben und auch später noch einiges nachschlagen können.

Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt jedem, der sich für das Erlernen der Ultraschalldiagnostik beim Kleintier interessiert. Es gibt (zumal zu diesem Preis) kein vergleichbares deutschsprachiges Buch auf dem Markt. Einem zweiten Band zu bisher unbehandelten Organen wie Schilddrüse, Nebennieren, Geschlechtsorganen u. a. sehe ich mit Freude entgegen.

Dr. Anna Tischer, praktische Kleintierärztin

27.12.13

15 Reasons (not) to date a vet

Etwas zum Schmunzeln über die Festtage

Bildquelle: www.newyorker.com


Eine amerikanische Partnerschafts-WebSeite hat 15 Gründe, die für ein Date mit Tiermedizinern sprechen, veröffentlicht - sehr schmeichelhafte, aber leider komplett unrealistische Ansichten.

Daher haben Veterinärstudenten aus London diese Vorstellungen als Warnung für alle unbedarften Nicht-Tiermediziner-Singles korrigiert:
Hier gibt es die 15 Gründe, wieso man nicht mit TiermedizinerInnen ausgehen sollte (auf englisch)
und wenn man ehrlich ist, ist das ganze mit RindertierärztInnen ja noch viel schlimmer...

Auch schon mal beim ersten Date über gammlige Nachgeburten philosophiert ?
 
Kleiner Tipp: Die Ansätze sind auch als gute Vorsätze fürs nächste Jahr verwendbar ... ;-)

13.12.13

Initiative Rind.da: Frauen in die Rindermedizin

Zukunftsmodelle für Frauen in der Nutztierpraxis

Workshop auf dem Tierärztetag in Leipzig
Freitag, 17.1.2014
von 8.30 - 11.30 Uhr 

Rindermedizin ist weiblich – warum nicht?
Warum werden Rinderpraxen in der Regel von Männern geführt? Das Bild an den Hochschulen ist doch ein ganz anderes: Die Hörsäle sind voll von Tiermedizinstudentinnen. In den Kuhställen sind Tierärztinnen später dagegen selten anzutreffen.

Dabei bietet die Nutztiermedizin gerade Frauen ein vielseitiges und abwechslungsreiches Arbeitsfeld. Denn Nutztierpraxis ist heute viel mehr als es das typische Bild des Großtierpraktikers aus alten Zeiten vermittelt: Statt körperlich anstrengender Arbeit stehen in modernen Betrieben vor allem beratende und analytische Tätigkeiten im Vordergrund. Gerade hier können Tierärztinnen neue Betätigungsfelder finden, die planbar sind – und sich so sehr gut mit einer Familie vereinbaren lassen.

Genau hier setzt die von Univ.-Prof. Kerstin Müller von der Klinik für Klauentiere, FU Berlin und Dr. Marion Tischer, rinderpraxis.com gegründete Initiative Rin.da– Frauen in die Rindermedizin an:

In dem kostenlosen Workshop Rindermedizin ist weiblich stellen sie vor, wie sich das Leben in der Nutztierpraxis mit der Familie zufriedenstellend vereinen lässt: Einen spannenden, vielseitigen und angemessen bezahlten Job in der Nutztiermedizin und dabei Kinder haben – wie geht das?

In dem Workshop machen Tierärztinnen (Praxis, Amt, Uni, Industrie) anderen Frauen Mut, ihre Arbeit im Bereich der Nutztierpraxis und Familie unter einen Hut bekommen zu können. Sie zeigen, wie sie ihr eigenes Familienleben gut organisieren und gleichzeitig den Erwartungen von Praxisinhabern und Tierhaltern gerecht werden.

Es gibt kein Einheitskonzept und deshalb werden Stärken und Schwächen bisheriger Modelle diskutiert, aber auch neue Ansätze und Zukunftsperspektiven für Frauen in der Nutztiermedizin entwickelt.

Tierärztinnen und Tierärzte, für die Rinderpraxis und Familie bereits zusammengehören, sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren und über ihre Erfahrungen zu berichten


Referentinnen:

Prof. Dr. Kerstin Müller, Berlin
Geschäftsführende Direktorin Klinik für Klauentiere, FU Berlin

Dr. med. vet. Marion Tischer, Berlin
Weiterbildung von RindertierärztINNEN, selbständig, verheiratet, zwei Kinder

Dr. Christiane Zaspel, Rheinland Pfalz
Praxisassitentin, Fachjournalistin, verheiratet, 2 Kinder

Dr. Hubert Buer, Rhein-Sieg Kreis
Praxisinhaber LandVET

Dr. med. vet. Christina Lauer, Marburg
Berät und schult und Tierärzte rund um das Thema
Praxismarketing mit Social Media, selbstständig, verheiratet, eine Tochter


Dr. med. vet. Ulrike Exner, Ingelheim
Industrietierärztin, Medizinisches Marketing und Tierärztliche Beratung Rind, verheiratet, 1 Sohn

Dr. med. vet. Pirkko Bergmann, Leverkusen
Industrietierärztin, Produktmanagement und Marketing Nutztier, allein erziehend, 1 Tochter

TÄ und Betriebswirtin Anja Kranefeld, Hamburg
Selbständig in der ökonomischen Beratung von Tierarztpraxen

Anmeldungen für den kostenfreien Workshop „Zukunftsmodelle für Frauen in der Nutztierpraxis“ unter:

KONTAKT
Dr. med. vet. Marion Tischer
Tel.: ++49 (0)30 - 8010 88 99
E-Mail: tischer@rinderpraxis.com

ANMELDUNGEN direkt beim Tieräztekongress (Sehr günstige Studentinnen Tickets)


12.12.13

Jobangebote (Teilzeit) für RindertierärztInnen in der Schweiz

Bei  Swissgenetics, der größten Besamungsorganisation der Schweiz, werden TierärztInnen gesucht.


Zu besetzen sind zwei Teilzeitstellen (je 50 % Arbeitspensum):

- Ein Tierarzt/Tierärztin im Embryotransferteam

- Ein Tierarzt/Tierärztin im Team Reproduktion , mit Aufgaben in Schulung, Beratung, Herdenmanagement usw.


Denkbar ist auch beide Stellen durch die selbe Person als Vollzeitstelle zu besetzen


Die genauen Stellenausschreibungen und Anforderungen findet Ihr unter folgendem Link http://www.swissgenetics.ch/Stellenangebote.132.0.html 




3.12.13

MLP-Jahresabschluss 2013


Deutsche Milchleistungsprüfung:
Quelle für objektive Tiergesundheitsindikatoren
Mit dem Zugewinn vonüber 61.000 Kühen sind 2013 von über 3,6 Millionen Milchkühenin der Deutschen Milchleistungsprüfung (MLP) Daten für das Herdenmanagement und der züchterischen Weiterentwicklung erhoben worden. Gleichzeitig stehen durch diese MLP für über 85% der Milchkuhpopulation monatlich auch Informationen zur Eutergesundheit und Stoffwechselgesundheit sowie weitere Kennzahlen zur Verfügung. Diese vorhandenen Daten sind tierbezogene Indikatoren, die nachprüfbare  Aussagen über die Tierwohlsituation (Gesundheit und Wohlbefinden) im Praxisbetrieb erlauben. Somit kann das erreichte Maß und der Trend an Tierwohl auf sachlicher Ebene veranschaulicht werden. Die annähernd 54.000 an der MLP teilnehmenden Milchviehbetriebe berücksichtigen die Indikatoren für ihr Betriebsmanagement und können so einzelbetrieblich Entscheidungen, die die Verbesserung der Tiergesundheit mit der Produktivitätssteigung verbinden, treffen.
Die Milchleistungsunterschiede zwischen den Bundesländern sind vor allem in den jeweils dort vorrangig gehaltenen Rassen begründet. Im Süden bilden die Zweinutzungsrassen den Schwerpunkt, während in den anderen Gebieten überwiegend milchbetonte Rassen gemolken werden. Wenn auch in allen Bundesländern nahezu gleich der Strukturwandel mit dem jährlichen Rückgang der Betriebszahlen von insgesamt fast 5% voranschreitet, so wächst andererseits die Kuhzahl auf den verbleibenden Betrieben, wasinsbesondere in den westdeutschen Küstenbundesländern sichtbarist, deren Betriebe in großen Schritten ihre Herden aufstocken.
Im Schnitt hielten die deutschen Milchviehbetriebe in dem aktuell abgeschlossenen Prüfjahr 67 (+4 zu 2012) Kühe und ermolken 8.221 kg Milch (-16 kg) je Kuh. Die produzierte Fett- und Eiweißmenge blieb mit 620 kg (-1 kg) wie auch der Fett- und Eiweißgehalt nahezu konstant. Der extreme und regional ungleiche Witterungsverlauf im zurückliegenden Prüfjahrspiegelt sich in den unterschiedlichen Leistungsentwicklungender einzelnen Bundesländer wider.
Mehr unter www.dlq-web.de.

























Pressemitteilung
Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ):

2.12.13

Market Manager Livestock in der Schweiz gesucht!

There is an exciting "Market Manager Livestock" opportunity in Switzerland. The position is with one of the most successful animal health companies, requires a degree in veterinary and passion for cattle. It is a high profile role and comes with an attractive package.
If you are interested, please contact Irina Schöpfer
(
irina.schoepfer@hays.ch or +41 61 225 05 13)

Kurzzeit-Herdenmanager nahe Berlin gesucht

Herdenmanagement zur Überbrückung
Gelegenheit für Landwirt / Landwirtin oder Tierarzt / Tierärztin


Für einen Kunden im Raum Berlin (etwa 45 min Fahrzeit vom Stadtzentrum) suche ich eine Person mit Kuhverstand. Es geht darum, den Betrieb (etwa 600 Kühe) bei einem organisatorischen Engpass im Zeitraum Januar / Februar 2014 zu unterstützen. Die Aufgaben sind:

·         Überwachung von v.a. Färsen in der Abkalbung, ggf. Geburtshilfe
·         Fresh-Cow-Management
·         Evtl. Unterstützung bei der Neugeborenen-Versorgung

Die Einsatzzeiten flexibel und verhandelbar. Eine komfortable & abgeschlossene Unterbringung ist vor Ort möglich.
Der Einsatz ist zeitlich begrenzt und eignet sich ideal dafür, praktische Erfahrungen auf einem wachsenden Betrieb zu sammeln. Eine Zusammenarbeit mit der betreuenden Tierärztin vor Ort und CowConsult ist gesichert.

Bei Interesse bitte direkt melden bei Dr. Joachim Kleen 0177/4432186 oder unter kontakt@cowconsult.de

18.11.13

Keine Angst vor kleinen Tieren


 Auch Großtierpraktiker müssen immer mal wieder ein Kleintier untersuchen und behandeln. Mit diesem Memo-Vet-Büchlein ist das dann kein Problem mehr.

Kleintierarzt Dr. Christian Schrey, MS, MRCVS, gibt auch in dieser zweiten (überarbeiteten) Auflage wieder einen umfassenden Überblick über die klinische Propädeutik beim Kleintier (von „Adspektion bis Zystozentese“). 1628 übersichtliche Abbildungen und dazugehörige Stichwort-Beschreibungen erläutern sowohl Tierärzten als auch Studierenden und Tiermedizinischen Fachangestellten auf 606 Seiten die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Schritte in der Kleintiersprechstunde (Beispiele: Gewinnung und Behandlung von Blutproben, Injektionstechniken, Lagerung beim Röntgen, Befundung eines EKGs, Anfertigung eines Hautgeschabsels). Die Gliederung in Körperabschnitte sowie das umfangreiche Stichwortverzeichnis erleichtern das Nachschlagen.
Das aus der Praxis für die Praxis geschriebene Buch des Berliner Kollegen Schrey schafft es, in bewährter MemoVet- Manier sowohl dem gestandenen Praktiker als auch dem frischgebackenen Berufsanfänger wertvolle Informationen und Handlungsanweisungen an die Hand zu geben, um im Praxisalltag bestehen zu können. Grade Neulinge in der Kleintiermedizin können hier aus Studium oder Praktikum bekanntes Wissen auffrischen. Ebenso wird ihnen ermöglicht, sich in neue Bereiche vorzuwagen, ohne sich im Dschungel der Indikationen, Differentialdiagnosen und Komplikationen zu verirren.
Aus meiner Sicht ein hervorragendes Werk, das keine Fragen offen lässt für diejenigen, die bereits praktisch arbeiten. Einsteigern gibt es Mut zum Loslegen und macht Lust auf Kleintiermedizin. Einige der beschriebenen Techniken sollte man sich trotzdem besser von erfahrenen Kollegen „live“ erklären lassen.

Dr. A. Tischer, praktische Kleintierärztin, Berlin


Rezension:
Schrey, Christian F.: Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei Hund und Katze; 2. überarb. Auflage 2014; Stuttgart; Schattauer GmbH; ISBN 978-3-7945-2971-1; Preis: EURO (D) 49,99


13.11.13

Berlin: Großer Erfolg der Initiative Rin.da



Gespanntes Zuhören in Berlin
Für viele Tierärztinnen seit Jahren ein Thema, aber noch nie so kompakt thematisiert: Der Workshop „Rindermedizin wird weiblich- Zukunftsmodelle für Frauen in der Nutztierpraxis“ auf dem diesjährigen DVG Vet-Congress in Berlin






Prof. K. Müller (alle Fotos: C. Lauer)
Ausgerichtet wurde das Seminar von der Initiative „Rin.da!- Frauen in die Rindermedizin“, die vor kurzem von Univ.-Prof. Kerstin Müller (Klinik für Klauentiere, FU Berlin) und Dr. Marion Tischer
(vet-consult, Berlin) gegründet worden ist. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse: Die Teilnehmerzahl überstieg alle Erwartungen.

 

Interessante Biographien


Dr. M. Tischer
Der Workshop war nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Aufbau her ein echtes Novum gegenüber den sonst auf Tierärztetagungen üblichen Veranstaltungen.
Die Veranstalterinnen, die auch mit eigenen Beiträgen zum Erfolg des Abends beitrugen, hatten noch fünf weitere Kolleginnen als Vortragende gewinnen können.
Das Besondere an allen Beiträgen war: Es darum, den anwesenden Kolleginnen (und Kollegen) durch die Beschreibung des eigenen beruflichen Werdegangs Wege und Zugänge zur kurativen Rinderpraxis, aber auch zu anderen „Rinder- bezogenen“ Tätigkeiten, aufzuzeigen. Das Problemfeld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ist hierbei der zentrale Dreh- und Angelpunkt, dies wurde nicht nur in den Vorträgen, sondern auch in den Diskussionsbeiträgen der TeilnehmerInnen sehr deutlich.


Große Vielfalt

Dr. D. Hobel-Meiners
Die Berufsfelder der Referentinnen waren breit gestreut, so dass auch die zahlreichen Studentinnen unter den Zuhörern einen guten Eindruck davon bekamen, welche Möglichkeiten sich für buiatrisch interessierte Kolleginnen auch außerhalb der kurativen Praxis bieten.
Neben Frau Dr. Hobel- Meiners, die in Brandenburg eine eigene Praxis betreibt, sprach Frau Dr. Schell, die als Amtstierärztin tätig ist, über ihren Werdegang.
Dr. M. Schell
Frau Dr. Bergmann und Frau Dr. Exner, die bei den Firmen Bayer und Boehringer Ingelheim jeweils für die Produktsparte Rind verantwortlich sind, zeigten, wie sich nach dem Einstieg in die Praxis eine Laufbahn in der Industrie entwickeln kann. Frau Univ.- Prof. Müller gab einen Einblick in ihre akademische Karriere, und Frau Dr. Tischer erzählte, wie sie dazu kam, ihre selbständige Tätigkeit ganz in den Dienst von Fortbildung und Wissensvermittlung in Sachen Rindermedizin zu stellen.


Fakten als Diskussionsgrundlage

Dr. C. Lauer
Mit harten Fakten wartete Frau Dr. Lauer auf, die sich  nach Studium und Promotion als Praxismarketing- Beraterin für Tierärzte selbständig gemacht hat. Sie hatte für die Veranstaltung Statistiken aufgearbeitet, die sowohl Auskunft über die Einkommenssituation der deutschen Tierärzteschaft, als auch über die Geschlechterverteilung in den einzelnen Sparten des Berufsstandes gaben.
Hierbei wurde deutlich, dass unter den Studierenden zwar die Frauen mit 90% die ganz überwiegende Mehrheit ausmachen, im späteren Berufsleben jedoch der Frauenanteil in den einzelnen Berufszweigen häufig deutlich niedriger ist. Besonders auffallen tut dies im Hinblick auf den Frauenanteil unter den Praxisinhabern und unter den Nutztierpraktikern.
In der Gruppe der nicht tierärztlich tätigen Kollegen steigt der Frauenanteil stetig an.
Dr. P. Bergmann
Die  Einkommenssituation der deutschen Tierärzte ist alles andere als rosig: Nach einer Studie aus dem Jahr 2007 [Anne Becher: Können Assistenten angemessen bezahlt werden?] hatten über 70% der Praxisinhaber keinen ausreichenden Umsatz, um sich selbst einen angemessenen Unternehmerlohn auszahlen zu können. Kein Wunder also, dass es da um die Assistentenentlohnung auch schlecht bestellt ist und häufig nicht das vom BPT empfohlene Gehalt gezahlt wird bzw. werden kann.


Neue Konzepte müssen entwickelt werden

Dr. U. Exner
Finanzielle Aspekte werden für Tierärztinnen besonders dann ein zentrales Thema, wenn sie Kinder bekommen und deren Betreuung während ihrer Arbeit organisieren müssen. Sobald keine Familienangehörigen einspringen können, brauchen sowohl Praxisinhaberinnen als auch Assistentinnen genügend Geld, um eine qualifizierte Kinderbetreuung bezahlen zu können. Wer eine eigene Praxis hat, kann sich Zeit mit der Familie nur durch die Bezahlung von Angestellten „erkaufen“, für angestellte Tierärztinnen sind auch Teilzeitbeschäftigungen eine Möglichkeit. Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier in erster Linie die Praxisinhaber gefragt sind, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, es ist wünschenswert, dass sie hierbei durch die berufsständischen Organisationen unterstützt werden. Es müssen aber auch dringend tragfähige Konzepte, die für Tierärztinnen mit eigener (Nutztier-)Praxis die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, entwickelt werden.
Eine Chance bietet sich hier mit dem Strukturwandel in Landwirtschaft und Nutztierpraxis: Die integrierte Bestandsbetreuung macht den Praxisalltag deutlich planbarer und bietet damit auch neue Chancen für Rindertierärztinnen mit Familie.

Kein reines Frauenthema

Zwei wichtige Anmerkungen kamen zum Schluss noch aus dem Kreis der Teilnehmer:
  1. Die Initiative sollte auf das gesamte Spektrum der Nutztierpraxis ausgeweitet werden
  2. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur ein Problem für Frauen, sondern wird immer mehr auch gerade für junge männliche Kollegen zu einem wichtigen Thema. Daher sollte es zu einem Anliegen für die gesamte Tierärzteschaft werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Veranstaltung nicht nur ein voller Erfolg war, sondern auch das Zeug dazu hat, grundlegende Veränderungen in den Arbeitsstrukturen der Tierärzteschaft anzustoßen.Eine weiteres Seminar zum gleichen Thema wird auf dem Leipziger Tierärztekongress stattfinden. Man darf gespannt sein, wie sich „Rin.da“ weiterentwickelt.

Autorin: Teilnehmerin Esther von Lom

Rinderpraktiker unterwegs im Netz

Noch nicht alt- aber schon bewährt:
Der Workshop „Lebenslanges lernen: Rinderpraktiker gehen online“zum zweiten Mal auf dem DVG Vet-Congress in Berlin

Wer kennt das nicht: Immer wieder tauchen im beruflichen Alltag  fachliche Fragen auf,  die der Praktiker gern schnell und unkompliziert abklären möchte. Natürlich bietet sich das Internet mit einer Fülle von Informationen als Wissensquelle an. Aber wo findet man am schnellsten fachlich fundierte Antworten? Welche Quellen sind seriös? Und wie trennt man die Spreu vom Weizen?
Diese und viele weitere Fragen rund um das große Thema „Information aus dem Internet“ wurden im Workshop intensiv diskutiert und beantwortet.

M. Tischer & J. Ehlers moderieren
gut gelaunt den workshop

„Wissen aus dem Netz fischen“
Dr. Marion Tischer (Rinderpraxis, Zusatzbezeichnung Bestandsbetreuung) und Dr. Jan Ehlers (FTA für Informatik und Dokumentation) vermittelten den Teilnehmern aus Deutschland und Österreich einen guten Überblick über die Möglichkeiten, sich ohne unnötigen Zeitverlust „Wissen aus dem Netz“ anzueignen.


Die richtige Suchmaschine
Relevante Suchmaschinen wurden vorgestellt, und es wurde auf die eigenen Datenbanken der Hochschulen respektive deren Bibliotheken verwiesen. Dass gerade die Forderung nach „evidenzbasierter“ Therapie die Suche nach wissenschaftlich fundierten Untersuchungen wichtiger werden lässt, liegt auf der Hand, ebenso wie der Wunsch fachlich immer „auf dem Laufenden zu sein“. Hier wurde der Bezug von Newsletters als günstige Möglichkeit regelmäßig aktuelle Fachinformation zu erhalten, vorgestellt.

Lebenslanges Lernen
Sehr deutlich wurden die Vorteile, die das Internet dem Rindertierarzt in Sachen Fachwissen zu bieten hat, auch beim Thema E-Learning (z.B. www.rinderpraxis.com): Die Möglichkeit, sich exakt dann fortzubilden, wenn man gerade Zeit hat und Länge und Tempo der Einheiten selbst bestimmen zu können, ist gerade für Großtierpraktiker mit ausgefüllten Tagen und wenig freien Wochenenden optimal. Als besonders wichtig wurden hier auch von allen Beteiligten die Frage- und Diskussionsforen als Gelegenheit zu einem intensiven fachlichen Austausch angesehen, der wesentlich umfangreicher ablaufen kann, als dies im Rahmen einer Präsenzveranstaltung möglich ist. 

Facebook kontra Novice
Daneben wurde auch über das Für und Wider gesprochen, in der Eigenschaft als Tierarzt und Praxisinhaber in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Dass hier viele berufsrechtliche, aber auch emotionale Fallstricke lauern, konnte Dr. Ehlers den anwesenden Kolleginnen und Kollegen eindrucksvoll näher bringen. Als gute Alternative in Bezug auf den fachlichen Austausch wurde unter anderem  die Tierärzteplattform „novice“ vorgestellt, ein nur für Tierärzte zugängliches Portal, in dem sich sowohl englisch- als auch deutschsprachige Gruppen treffen.

Fazit: Trotz der sehr heterogenen Altersstruktur konnte jeder Teilnehmer für sich neue Anregungen mitnehmen, um das Internet in Zukunft als persönliche Informationsquelle
intensiver nutzen zukönnen. 

Autorin: Teilnehmerin Esther von Lom

Gesucht: Technical Service Manager Cattle

Stellenangebot
Im Rahmen der Erweiterung des Teams Technical Service Cattle in der Osteuropa – Zentrale in Wien suchen wir für eine neu geschaffene Position zum schnellstmöglichen Zeitpunkt einen branchenaffinen Tiermediziner als

Technical Service Manager (m/w) Cattle    mehr Infos

5.11.13

Praktikumsplätze und Mentoren in der Rindermedizin gesucht!


Mein Name ist Lisa Leiner, ich bin tierärztliche Geschäftsführerin des neuen Karriereportals für Tierärzte: VetStage.de.
Ich möchte mich gerne heute an alle Rinderpraktiker wenden, die Interesse daran haben, mit Studierenden zusammen zu arbeiten. Sei es, sie als Praktikanten aufzunehmen oder sogar, sie erweiternd "an die Hand" zu nehmen und ihnen auch längerfristig als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Denn VetStage.de soll nicht nur ein Jobportal sein, sondern auch die Tierärzte von morgen "abholen".
Durch die gezielte und zentrale Vermittlung von Praktika und Dissertationen, aber auch durch Mentorenprogramme möchten wir Studierende der Tiermedizin auf ihrem Weg zum persönlichen "Traumjob" begleiten. Dies geschieht unter anderem auch durch persönliche Betreuung und regelmäßige Artikel rund um das Thema Beruf.
Hierbei arbeiten wir eng zusammen mit dem bvvd e.V., der DVG, der FIT, dem bpt und weiteren tierärztlichen Partnern, sowie auch Frau Tischer von Rinderpraxis.com.

Ich möchte also einmal herzlich dazu einladen, sich auf unserer Seite umzuschauen, möchte aber auch ganz konkret eine Anfrage stellen:

Wer von Ihnen bietet Praktika an oder wäre bereit, Praktikanten aufzunehmen?
Wer hätte an einem Mentorenprogramm Interesse?


Das Mentorenprogramm soll hierbei nicht nach festen Regeln ablaufen, sondern ist individuell gestaltbar und baut sich sinnvollerweise auf ein Praktikum auf. Man lernt sich kennen und entscheidet im Anschluss, ob man weiter in Kontakt bleiben möchte oder nicht. Das klingt alles relativ "normal", ist es vom Prinzip her auch. Wir möchten mit unserem "Aufruf" schlicht erreichen, dass sich z.B. Mentor und Mentee auf Kongressen treffen und der Mentee vom Mentor "wichtigen Leuten" vorgestellt wird. Oder bei Fragen vor wichtigen Prüfungen zur Verfügung steht. Oder in der praktischen Tiermedizin wichtige Fertigkeiten vermittelt. usw.

Ich würde mich überaus freuen, wenn meine Anfrage auf reges Interesse trifft und stehe gerne jederzeit per Email oder Telefon für Fragen zur Verfügung. Da wir auf dem DVG-Kongress in Berlin ebenfalls mit einem Stand vertreten sind, dürfen Sie auch hier gerne persönlich auf mich oder meine Kollegen zukommen.

Herzliche Grüße,
Lisa Leiner und das gesamte VetStage-Team

Lisa Leiner
Diplombiologin und Tierärztin
Tierärztliche Geschäftsführerin VetStage
www.vetstage.de
lleiner@vetstage.de
0152-317 644 20

Tierärztin für Futterkamp gesucht!



Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein – Körperschaft des öffentlichen Rechts – sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt imLehr- und Versuchszentrum Futterkamp

eine Tierärztin/einen Tierarzt

mit der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer/eines Vollbeschäftigten. Die Stelle ist zunächst auf drei Jahrebefristet. Der Dienstort ist Futterkamp.



Zu den Aufgaben gehören:

·                Aufbau eines Netzes von Pilotbetrieben
·                Erhebungen in Betrieben zum Arzneimitteleinsatz in Verbindung mit Gesundheit und Haltung
·                Ableitung von Kennwerten für Arzneimitteileinsatz, Gesundheit und Haltung
·                Strategien zur Optimierung des Arzneimitteleinsatzes und der Tierhygiene
·                Vortrags- und Publikationstätigkeit

Gesucht wird ein/e Hochschulabsolvent/in aus dem Bereich der Veterinärmedizin mit Praxisverbundenheit und Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten.

Die Tätigkeit erfordert Kenntnisse auf dem Gebiet der Herdenbetreuung in Schweine- und Milchviehbetrieben, Kommunikationsfähigkeit mit Landwirten, Beratern und Tierärzten sowie Erfahrungen in der Auswertung umfangreicher Datensätze.Der Führerschein Klasse B und ein eigener PKW sind erforderlich.

Wir bieten eine vielseitige, interessante Tätigkeit für eine Person, die gerne selbstverantwortlich in einem motivierten Umfeld arbeiten möchte. Es wird eine leistungsgerechte Vergütung nach Entgeltgruppe 14 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) sowie eine zusätzliche tariflich geregelte Altersversorgung geboten.

Die Landwirtschaftskammer setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Landwirtschaftskammer ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten zu erreichen. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Boll, Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp, Telefon: (04381) 9009-33 oder E-Mail: eboll@lksh.de.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 16.12.2013(Posteingang) an die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Allgemeine Verwaltung
– Personal –, Grüner Kamp 15-17, 24768 Rendsburg.

Praktikumsplatz in der Rinderpraxis gesucht!

Praktikumsplatz in der Rinderpraxis gesucht!
ich heiße Utz von König und studiere im fünften Semester Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin. Durch ein Praktikum bei einemGroßtierarzt in Mecklenburg-Vorpommern, war mir bereits vor Studienbeginn klar, dass ich später gerne mit Rindern arbeiten möchte. 
Im Zeitraum vom 17.03.14 bis 11.04.14 steht das kleine kurative Praktikum an, in dem wir das im Semester Gelernte weiter vertiefen sollen. Dieses würde ich natürlich gerne in einer Rinderpraxis/-klinik tun. Um einen realistischen Einblick zu bekommen, wie der Praxisalltag des Rinderpraktikers aussieht. 
Bei Interesse bitte Kontakt an Utz von König; Email: utz.von.koenig@fu-berlin.de

3.9.13

Pink eye- ein Sommerproblem


Die Tierärztin sagt

TAklein „Während der Fliegenhochsaison im Sommer werde ich oft zu Jungrindern auf die Weide gerufen, die vor Schmerzen ihre Augen kaum noch öffnen können. Oftmals handelt es sich dann um IBK-Fälle (Weidekeratitis). Wenn diese Infektion nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann sie sich sehr schnell im Bestand ausbreiten und 50-80% der Tiere betreffen.“ mehr zur IBK