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24.8.12

Praxisbuch für tierärztliche Bestandsbetreuer und Herdenmanager


Buch Neuerscheinung 2012:

Moderne Rindermedizin setzt auf Tierärztliche Bestandsbetreuung und hat dabei die wirtschaftlichen Interessen der Tierhalter im Auge.
Doch wie setzt man  Herdengesundheitsprogramme erfolgreich  in der Praxis um?
Wie organisiert man die damit verbundene tierärztliche Beratung?
Das Buch "Dairy Herd Health and Management" von Jos Noordhuizen lässt keine Frage unbeantwortet. Das 500 Seiten starke Handbuch mit praktischen Checklisten, Beispieldaten und Interpretationshilfen ist ein brauchbarer Leitfaden für Tierärzte und Herdenmanager in der Praxis.
In 22 farblich unterschiedlichen Kapiteln werden alle für den Milchkuhbetrieb relevanten Themen von  z. B. der Kälberaufzucht über Reproduktion, automatisches Melken und Fütterung intensiv beleuchtet. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Ökonomie und Mitarbeiterkommunikation werden in praktisch umsetzbare Konzepte gut verständlich dargestellt. Das Buch gehört in die Bibliothek einer jeden Tierarztpraxis, die mehr als nur Notfälle und Einzeltiere behandelt.

Autor:
Jos Nordhuizen wurde 1947 in den Niederlanden geboren, lehrte an der Uni in Utrecht (Veterinärmedizin)  und Wageningen (Agrar), sowie an Universitäten in Belgien, Frankreich, Costa Rica, Australien,....
Derzeit lebt er in Frankreich. In 300 wissenschaftlichen Fachartikeln, 4 Büchern hat er sich vor allem mit Herdenmanagement, Epidemiologie und Ökonomie befasst.

"Als großer Fan von brauchbaren Checklisten und Entscheidungsbäumen für die Praxis  bin ich begeistert von diesem Buch." M.Tischer


Das Buch :
The Dairy Herd Health and  Management
A guide for veterinarians and dairy professionals.
I. Noordhuizen J.
Preis: 75 Euro
www.contextbookshop.com

15.2.12

Tierarzt als Kostenfalle?

von Tierärztin Dr. Andrea Rütz, MBA, München
Im Milchviehbetrieb sind die wichtigsten Mitarbeiterinnen die Kühe. Ihre Gesundheit stellt deshalb auch von betriebswirtschaftlicher Seite einen wichtigen Schlüsselfaktor dar. Dennoch wird der Tierarzt von den Landwirten oft nicht positiv wahrgenommen, sondern stellt einen negativen Kostenfaktor dar, der so gering wie möglich gehalten werden muss.
Aber sind Einsparungen an dieser Stelle tatsächlich immer sinnvoll? Kurzfristig ist es sicherlich so, dass die Bilanz auf dem Papier besser aussieht.
Langfristig kann aber nur dann an den Tierarztkosten gespart werden, wenn wenige Erkrankungen auftreten, wenn die Tiergesundheit wirklich gut ist und im Erkrankungsfall früh gehandelt wird.
Bringen wir uns als Tierärztinnen verstärkt im Rahmen der Bestandsbetreuung mit sinnvoller Gesundheitsüberwachung und Prophylaxe ein, so werden wir vom negativen Kostenfaktor zu einer sinnvollen Investition, die die Gewinnspanne vergrößert, weil die Tiere bessere Leistungen bringen, langlebiger und fruchtbarer sind.
Wir als Tierärztinnen müssen uns aktiv und selbstbewusst in den großen „Beratungspool“, in dem sich neben uns Tierärzten viele andere Berufsgruppen tummeln, einbringen und unserer Rolle als Tiergesundheitsspezialisten gerecht werden.