Erreger legt große Distanzen zurückWiederkäuer, die sich mit Coxiella burnetii infiziert haben, gelten als Hauptansteckungsquelle für Mensch und Tier. Auch Zecken (Dermacentor marginatus) können Überträger sein. Hier ist vor allem der Zeckenkot infektiös. Der Erreger ist in der Lage Dauerformen zu bilden und kann so bis zu 1,5 Jahren in der Umwelt (Staub, Schafwolle) überleben und infektiös bleiben. Schon eine geringe Erregermenge reicht aus, um Mensch und Tier anzustecken. Die Übertragung erfolgt meist durch Inhalation erregerhaltigen Staubs über weite Distanzen (bis 2 km) oder durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren.
Q-Fieber breitet sich nach Norden aus
In den 90er Jahren kam die Infektion enzootisch im Verbreitungsgebiet der Dermacentor marginatus in Süddeutschland vor. Doch seit 15 Jahren ist eine zunehmende zeckenunabhängige Ausbreitung der Infektion nach Norden zu verzeichnen. Im Jahr 2009 wurden 131 Bestände aus zwölf Bundesländern mit Q-Fieber gemeldet (TSN). Menschen stecken sich besonders dann mit Q-Fieber an, wenn sie beruflich mit Wiederkäuern zu tun haben z. B. Tierärzte, Landwirte, Schlacht- oder Laborpersonal. Viele Fälle ereignen sich bei Schäfern, die während der Ablammzeit oder Schur mit infizierten Geweben oder Schafwolle in Kontakt kommen. Das Robert-Koch-Institut meldet für das Jahr 2010 insgesamt 360 Q-Fieber Erkrankungen bei Menschen. Die gemeldeten Infektionen bei Menschen und Tieren sind in den letzten Jahren angestiegen, zudem wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, denn die Infektion verläuft häufig klinisch inapparent oder mit unspezifischen Symptomen.
In den 90er Jahren kam die Infektion enzootisch im Verbreitungsgebiet der Dermacentor marginatus in Süddeutschland vor. Doch seit 15 Jahren ist eine zunehmende zeckenunabhängige Ausbreitung der Infektion nach Norden zu verzeichnen. Im Jahr 2009 wurden 131 Bestände aus zwölf Bundesländern mit Q-Fieber gemeldet (TSN). Menschen stecken sich besonders dann mit Q-Fieber an, wenn sie beruflich mit Wiederkäuern zu tun haben z. B. Tierärzte, Landwirte, Schlacht- oder Laborpersonal. Viele Fälle ereignen sich bei Schäfern, die während der Ablammzeit oder Schur mit infizierten Geweben oder Schafwolle in Kontakt kommen. Das Robert-Koch-Institut meldet für das Jahr 2010 insgesamt 360 Q-Fieber Erkrankungen bei Menschen. Die gemeldeten Infektionen bei Menschen und Tieren sind in den letzten Jahren angestiegen, zudem wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, denn die Infektion verläuft häufig klinisch inapparent oder mit unspezifischen Symptomen.